Frühlingszeit heißt für viele von uns endlich draußen grillen zu können. Kein Wunder nach so einem langen Winter! Freunde treffen, erste Sonnenstrahlen genießen und einfach die Seele baumeln lassen. Leider ist das Grillen nicht immer für unsere Umwelt gut. Sehr oft wird billiges Fleisch konsumiert und viel Verpackungsmüll übrig gelassen. Du kannst auch umweltfreundlich grillen, wenn du folgende vier Punkte beachtest (Quelle BUND):

1. Die richtige Kohle

Grillkohle gibt es auch mit „FSC“-Siegel. Das Forest Stewardship Council (FSC) ist eine internationale, gemeinnützige Organisation, die sich für den Erhalt der Wälder durch nachhaltige Bewirtschaftung einsetzt. Das Siegel kennzeichnet Holzprodukte (neben Kohle auch Gartenmöbel oder Bleistifte), bei deren Herstellung soziale und ökologische Kri­te­rien beachtet wurden.

2. Anzünder ohne Chemie

Der Grill sollte nicht mit chemischen Zündhilfen, Papier oder Kiefernzapfen angezündet werden. Bei der Verbrennung dieser Materialien werden krebserregende Stoffe freigesetzt. Stattdessen sollten Pressholz mit Öl oder Wachs, Reisig oder Holspäne verwendet werden. Es gilt die Faustregel: Grillgut erst auf den Rost legen, wenn die Anzündhilfen vollständig verbrannt sind.

3. Müllberge vermeiden

Das Fleisch sollte nicht direkt auf den Rost gelegt werden, damit das Fett nicht in die Glut tropft – denn so können krebserregende Stoffe entstehen. Als umweltfreundliche Alternative zur Alufolie oder –schale können dünne Steinplatten aus Speckstein oder Schiefer als Unterlage benutzt werden. Geeignet sind auch große Rhabarber- oder Kohlblätter.
Pappteller und Plastikbesteck sind zwar leicht und gut zu transportieren, aber sie füllen Säcke von Müll. Wenn schon Kunststoff, dann bitte in der wiederverwendbaren Variante z.B. Kunststoffbehälter und –geschirr aus Polyethylen (PE) oder Polypropylen (PP). Andere Kunststoffe enthalten zum Teil gesundheitsschädliche Stoffe wie Weichmacher oder chemische Harze.

4. Mehr Gemüse statt Fleisch

Mit Mozzarella gefüllte Peperoni, gegrillte und eingelegte Auberginen, Tofuspeisen oder Champig­nons mit Kräuterbutter statt bergeweise Schnitzel und Würstchen…. Lassen Sie Ihre Phantasie spielen und schützen Sie gleichzeitig das Klima. Denn rund ein Fünftel der klima­schäd­lichen Treibhausgase weltweit geht auf das Konto der Viehzucht. Massentierhaltung quält nicht nur das Vieh, es verursacht zudem schwerwiegende Gülleprobleme wie die Bodenversauerung. Wenn schon Fisch oder Fleisch, dann sollte es Bio-Qualität sein. Es schmeckt zudem besser.

 

Das footprint-Team wünscht dir viel Spaß beim Grillen!